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von Walter Widemair am 18.01.2018 geschrieben
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Wenn in Steinfeld Fasching is ...

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

Generalprobe ... Premiere ... Sonntagssitzung ... drei turbulente Shows vergangenes Wochenende lassen keinen Zweifel daran: Die heimische Faschingsgilde präsentiert sich auch heuer wieder in Topform ... ein buntes Stimmungsprogramm, das beim Publikum großen Anklang findet ...

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Als "Minister der flotten Sprüche" und Gilden-Moderator erlebe ich unsere alljährlichen Showabende stets aus einer ganz besonderen Sicht. Gerne will ich im Zuge einer ausführlichen Programmdokumentation auch ein paar persönliche Gedanken äußern.

Mit 20 Nummern und einer Reihe frischer und grotesker Ideen im "Gepäck" schafft es unser Team auch 2018 bestens, Alt und Jung in Hochstimmung zu versetzen. Erfreulich dabei ist, dass die Akteure auch im Jahr 13 seit der Gründung hochmotiviert und mit viel Fleiß ans narrentechnische Werk gehen. Ob auf, vor oder hinter der Bühne ... es macht einfach Spaß, Teil dieser coolen Truppe zu sein und Zeit und Energie für einen gemeinsamen Erfolg einzubringen.

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

"Ich will keine Schokolade ... ich will lieber einen Mann ... ich will einen, den ich küssen ... und um den Finger wickeln kann" - mit einer Parodie auf den Hit von Trude Herr aus dem Jahre 1965 legt sich einmal mehr Hans-Peter Gritschacher - in Originalklamotte und mit herzlicher Performance - nach der Sitzungseröffnung und dem Einmarsch der "Minister-Mannschaft" ins Zeug.

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Was eine 1er-Bank im Fußball ist, sind Obernarr Franz Pichler und sein "Flattachviertler" Ingo Jahn im Steinfelder Fasching. Die beiden Originale sind auf der Suche nach zugkräftigen Blödeleien auch heuer wieder massiv fündig geworden und sorgen von Beginn an für schallendes Gelächter. Zwei Prototypen der Narretei, auf die zeitlos Verlass ist und welche vom Publikum zurecht mit viel Applaus bedacht werden. 

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Auf’s Glatteis führt Ulli Granig "Mama" Traudl Mayer bei deren verzweifelter Suche nach einem geeigneten Urlaubsziel. Ob Afrika oder Australien, Süd, West oder Nord, überall scheinen Gefahren und unüberwindbare Hindernisse zu lauern, sodass sich die Frau Mama schlussendlich zu einem Alm-Urlaub in der Heimat entschließt ... ganz und gar zum Gefallen des Familienoberhauptes, mit dem (vom Töchterlein) ein heimtückischer Deal eingefädelt wurde. Klamauk vom Feinsten, dargebracht mit viel Spürsinn für einen unkomplizierten, volkstümlichen Humor.

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Bei Fritz Linko und seinem Sketch "Der Boss" geraten die menschlichen Körperteile arg in Konkurrenz. Dass im Wettstreit der Organe schlussendlich der "Hintere" zum Chef ernannt wird, wird dem Publikum im Zuge einer exakten Aufschlüsselung klargemacht. Als Zugabe erklärt Faschings-Oberfan Fritz unsere Bundeshauptstadt Wien anhand eines weiblichen Körpers ... bis hin zum (in der Körpermitte befindlichen) "Naschmarkt" ...

© Armin Petutschnig – Montage: Walter Widemair© Armin Petutschnig – Montage: Walter Widemair

 

Mit ihrem Abba-Medley entführen Ingrid Niederwimmer, Anita Niederwimmer, Heidi Niederwimmer, Andrea Martin und Marina Winkler in die wunderbare Hit-Welt der schwedischen Poplegende. Die unvergesslichen Songs finden - mit tollen Kostümen auf die Bühne gebracht - im Nu den Weg in die Herzen des Publikums und lassen Abba-Fans eine erfreuliche Renaissance ihrer Idole und Melodien erleben. Ein Beitrag, der für Auge und Ohr für willkommene Abwechslung und Stimmung sorgt. 

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Ein wirklich reizvoller Ausflug in die Sparte der Pantomime ist der Sketch "Spieglein, Spieglein" von Helga Lusar und Traudl Stopper, welche zur Freude des Publikums beweisen, dass man auch ohne das gesprochene Wort herzlich lachen kann. Wie die "Tussi" und die "Trutsch’n" miteinander umgehen, lässt jedermann schmunzeln und wird, für manche vielleicht unerwartet, zur "Nummer mit Selten- und Besonderheitswert" in der STEI-Show 2018.

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Wie kompliziert es bei einem an und für sich harmlosen "Türenkauf" zugehen kann, wird in der gleichnamigen Nummer vor Augen geführt. Die mit Temperament geladene, konfuse Käuferin Karin Ebenberger und der nicht selten völlig überfragte Verkäufer Franz Pichler versetzen sich im Zuge ihres skurrilen Verkaufsdisputes in arge gegenseitige Missverständnisse und sorgen dabei für eine Reihe von Lachern. Hier paaren sich Bühnenerfahrung und Darstellertalent zu einem herzerfrischenden Auftritt.

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Bereits seit 10 Jahren mit dabei ist die flotte und spitzzüngige Damengruppe mit Alexandra Mandler, Lisa Linder, Sabrina Niescher, Klarissa Oberlojer und Jenny Oberlojer. Dieses Jahr gibt man "Babyalarm", wobei die Männerwelt mit all ihren Tücken und Lücken in keiner Weise verschont wird. Frech und freiheraus lassen die 5 quirligen Ladies ihrem Humor ungebremsten Lauf, was speziell beim weiblichen Publikum großen Anklang findet.

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Kurz vor der Pause dann ein wahres Highlight: Zwei Lieder des MGV Steinfeld. Unter der bewährten Leitung von Ehrenringträger Walter Unterpirker knallen die wackeren Jungs zuerst "Ich steh an der Bar und habe kein Geld" (Original von Gus Backus) und anschließend den "Eseltanz" ins Publikum, dass es jedermann von den Sitzen holt ... wodurch eine Zugabe unvermeidlich scheint.

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Gesanglich immer wieder sattelfest: Die Solisten Armin Ortner, Albert Petutschnig und v. a. ("Oldie but Goldie") Walter Unterpirker ...
... schwungvoll und temperamentgeladen die Performance des gesamten Chores.

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

"Ich steh an der Bar und habe kein Geld!"

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Akrobatisch wird es zu Beginn des 2. Programmteils. Mit ihrer reizvollen Idee legen Johanna Petutschnig und Karin Ebenberger eine locker und lässig dargebotene Turnnummer hin, die besten Anklang beim Publikum findet und den Akteurinnen selber binnen weniger Minuten die Schweißperlen heraustreibt.

Im Anschluss daran wird der heurige STEI-TV-Beitrag präsentiert.

© Armin Petutschnig - Montage: Walter Widemair© Armin Petutschnig - Montage: Walter Widemair

 

Turbulenz pur bereits bei den Dreharbeiten im Freiluft-Studio von Kameramann Sepp Safrin. Das von Stefanie Rohrer als Cutterin verfertigte Endprodukt mit Moderator Fritz Linko scheint im heurigen Narrenjahr besonders gut gelungen. Brilliant dabei der schwarz/weiß-Stummfilm mit den Oberjägern Franzi Guggenberger und "Didi" Kolbitsch. Urkomisch auch die Handhabung eines Verkehrsstaus in der Singerhofstraße durch die Kapazunder des heimischen Polizeipostens (Franz Pichler, Wolfgang Rohrer, Ingo Jahn).

Hier der Link zum gesamten Video:

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Speziell originell dann der televisionäre Blick in den Rückspiegel vergangener Showwelt: Mit dem legendären Ratequiz "Was bin ich" punktete Showmaster Robert Lemke bereits vor Jahrzehnten. Die Steinfelder Version droht in der Besetzung durch Monika Safrin, Andrea Ebenberger, Ulli Granig und  Franzi Guggenberger mit Fortdauer der Nummer außer Rand und Band zu geraten. Grund dafür ist Quizkandidat "Bronzo" ("Göthe" Gökan Parlak), der mit seinem ungehaltenen Macho-Gehabe das gesamte Ratespiel völlig auf den Kopf stellt.

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

Roberta Lemke (Andrea Ebenberger) hat es denkbar schwer mit ihrem Kandidaten "Bronzo" ... 

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Das Hitmedley mit Evergreens im Stile von "Spiel noch einmal mit mir, Habanero" - "Guantanamera" - "Santa Maria" - "Gloria" ... lebt vom gefühlvoll intonierten Gesang des Duos Helga Lusar & Peter Lanz, dem ich mich als "Anheizer" anschließen darf.

© Armin Petutschnig - Montage: Walter Widemair© Armin Petutschnig - Montage: Walter Widemair

 

Dass es einen bei einer "Jubiläumsansprache" gehörig "fuchsen" kann, stellt sich beim Sketch von "Blasmusik-Obmann" Sepp Fercher und seiner speziell zu ehrenden Bläserin Sandra Hutter, welche dem Verein über Jahrzehnte "die Stange und Treue gehalten hat", heraus. Unser "Beobachter" vollends in seinem Element, Mitspielerin Sandra keck wie immer ... und alles Andere, als auf den Mund gefallen!

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Vom Ehealltag eingeholt werden Monika und Hans-Peter Gritschacher, welche mehr als glaublich vermitteln, dass "sich neckt, was sich liebt." Locker und authentisch lassen die beiden ihre "Wuchteln" heraus ... zur Freude des Publikums. 

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

"Bergsteig’n is supersteil!" ... wohl niemand im Saal zweifelt daran, wenn Bergführer und Klettermaxe "Göthe" mit seiner charmanten Bergtour-Partnerin Jasmin (Jochen Steiner) Richtung Gipfelkreuz zieht. Eine Stimmungsnummer, die ordentlich Dampf macht und in die Beine geht.

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Blödeleien ohne Ende bringt die vorletzte Nummer der STEI-Show 2018: Bei "Nonstop Fitness" werden die Lachmuskeln noch einmal gehörig in Stress versetzt, nicht zuletzt aufgrund der "Blondinen" Ingo Jahn und Andi Rohrer.

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Mit von der Partie der unwiderstehliche Muskelprotz Thomas Granig sowie Narren-Urgestein Franz Pichler. Eine wahrlich groteske und bizarre Blödelnummer, die beim dankbaren Publikum dementsprechend schallenden Applaus erntet.

© Text und Montage: Walter Widemair© Text und Montage: Walter Widemair

 

Bevor man in die showtechnische Zielkurve geht, wird das Publikum mit einer bekannten Orig. Mölltaler-Melodie zum Schunkeln gebracht.
Dass mit der "Herde schwarzer Schafe" (siehe Vers-Texte!) keine regionalen Wollhäuter, sondern Konsorten Grasser, Pilz & Co. gemeint sind, lässt sich unschwer erahnen.

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

 

Peinliche, aber umso saftiger kritisierte Politik-Skandale prägen inhaltlich die Schlussnummer des "Quartett Fatal". Ob der auf das "Popotschgerl" kesser Ladies grapschende Ex-Grüne Peter Pilz, der türkise Revoluzzer "Kurz Wastl", der die Steinzeit-ÖVP-ler in die Wüste schickt ... oder der von Tür zu Tür mit Gratis-Pizzen für seine Genossen wahlwerbende "Eisenbahner Kern" und sein Berater Tal Silberstein ... sie alle werden gehörig aufs Korn genommen, musikalisch fetzig untermauert und großartig dargestellt von 4 Sängern aus den Reihen des heimischen MGV: Walter und Sepp Unterpirker, Armin Ortner und Albert Petutschnig. 

© Armin Petutschnig - Montage: Walter Widemair© Armin Petutschnig - Montage: Walter Widemair

 

Nach den finalen Skandal-Schreien des fatalen Quartettes kommt es ein letztes Mal zum Befehl: "Vollgas für alle!" Das gemeinsam gesungene "Faschingslied" mit dem Polkasong "Wenn in Steinfeld Fasching is" machen schlussendlich "den Sack zu", ein viereinhalb-Stunden-Programm mit Esprit und merklich großen Bemühungen der Darsteller um beste Laune geht zu Ende.

Undenkbar sind unsere alljährlichen Faschingssitzungen ohne die großartige Hilfe aller freiwilligen Helfer und Mitarbeiter in allen Bereichen. Ob Ton- und Lichttechnik, Kulinarium, Service & Theken, Bühnenbau, Dekoration, Kartenvorverkauf, Maske, mediale Betreuung mittels Homepage ... 

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

Gilden-Tonmeister und Mister "ruhig Blut": Sepp Safrin

© Armin Petutschnig© Armin Petutschnig

Eine Abordnung unverzichtbarer Mitarbeiter ...
"Let's fetz!"

... bis hin zur "Korrespondentin für sanitäre Angelegenheiten" (Hilde Mösslacher) stellt sich ein kompaktes Team mit breiter Brust nach vorne in Richtung Öffentlichkeit und Bevölkerung und erarbeitet auf sehr löbliche Weise wertvolles Geld, das bedürftigen Menschen innerhalb der heimischen Bevölkerung zugute kommt. Für mich ... und nicht nur für mich ... ist unsere Faschingsgilde ein als Gemeinschaft und sozialer Quell unverzichtbarer Teil von Steinfeld. Die diesbezügliche Wertschätzung ist für uns Gildenmitglieder und Mitarbeiter auch durch das enorme und ungebrochene Interesse der Besucher spürbar. Selbst für Bezirkshauptmann Dr. Klaus Brandner und dessen charmante Gattin scheinen unsere STEI-Shows (inklusive Chaffeur Otto) inzwischen zum Pflichttermin geworden zu sein.

Erfreut zeigen wir uns alle darüber, dass Bühnenbau-Chef Manfred Huber und Ex-Spielleiter Helmut Thaler wieder vollkommen genesen scheinen. Speziell auch, dass Hans Gramer, unser "Kanzler der 1. Stunde" sogar als Sänger auf der Bühne stand.

Wir alle, die wir vor, hinter und auf dieser Bühne stehen, dürfen stolz sein auf das gemeinsam Ermöglichte. Ich für meinen Teil zeige mich wirklich sehr zufrieden mit dem 2018-er Programm und v. a. unserem wunderbaren Publikum, das uns auch heuer wieder spüren lässt:

"Wenn in Steinfeld Fasching is,
bebt das Drautal, des is g’wiss!" 

Abschließend noch ein paar Schnapp(s)schüsse ...

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Diskussion
© www.steinfeld.news

Ich habe gehört, dass die Sitzungen locker das Niveau der letzten Jahre erreichen. Nur die regionale politische Präsenz glänzt durch Abwesenheit und bekommt auch nicht ihr entsprechendes Fett ab. Schade für einen Verein der soziale Kompetenz übernimmt! Ich freue mich auf meinen Besuch am letzten Wochenende. LEI STEI

Hubert M.
17:10 - 18.01.2018
geschrieben auf www.steinfeld.newsantworten
walter widemair

Hallo Hubert M.! Was das lockere Erreichen des „Niveaus der letzten Jahre“ betrifft: Fasching zu machen, der bei all den vielseitigen Geschmäckern des Publikums halbwegs gut ankommt, ist auch nach 13 Jahren alles Andere als leicht. Unsere Akteure sind wirklich gut drauf, jeder gibt sein Bestes, alle ziehen mit. Es macht immer noch viel Spaß, mitzumachen und mitzugestalten. Dies und das Selbstvertrauen, etwas Cooles und auch Wertvolles zu tun, gibt uns die Lockerheit, die hier angesprochen wird. Zur „sozialen Kompetenz“: € 85.000,-- für die Mitmenschen gemeinsam erarbeitet zu haben, ist in der Tat mehr als nur soziales Engagement. Unsere Gilde ist in dieser Hinsicht nicht zu ersetzen und auch unverzichtbar. Lob und Anerkennung gebührt jedem, der seinen Teil dazu beiträgt. Zum Glanz der „regionalen politischen Präsenz“ durch „Abwesenheit“: Hier kann und soll sich jeder für sich seine Gedanken machen bzw. Meinung bilden. Allgemein hat Gültigkeit: Politik und Vereine sind zwei gegensätzliche Pole, die einander nicht vertragen und darum völlig zu trennen sind.

walter widemair
07:53 - 19.01.2018
geschrieben auf www.steinfeld.newsantworten